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BEWEGTE STANDPUNKTE, 2011
Annäherungen, Auseinandersetzungen, Trennungen und Begegnungen zum Thema 100 Jahre Frauenrecht waren den,
von der Stadtgemeinde Judenburg eingeladenen, artists in residence Programm:
| Die Guldinnen - Doris Jauk-Hinz |
| andersARTIG - Nicole Oberrainer |
| PakeTRaum - Kerstin Rajnar_frau mag rosa pink http://rosa.mur.at |
| Frauenbilder |
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Im 21. Jahrhundert besteht noch immer eine differentielle Wertschätzung zwischen Mann und Frau, im
politischen und wirtschaftlichen,
im kulturellen und gesellschaftlichen Sektor sowie auf dem Gebiet der Natur- und
Sozialwissenschaften.
Das Anliegen der Künstlerinnen ist diese über Jahre hinweg betriebene Benachteiligung der Frau aufzuzeigen und mittels symbolischer Wertschätzung sichtbar zu machen. |
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Die Einführung der weiblichen Guldinnen als Regionalgeld innerhalb des bestehenden Judenburger Gutscheinsystems unterstreicht
symbolisch den Wert der Frau. Die Judenburger Europa Guldin hat einen Wert von 12 €.
Um auf die Benachteiligung der Frau auf dem Arbeitsmarkt hinzuweisen und diese Ungleichheit stets sichtbar und begreifbar zu machen, ist die Judenburger Europa Guldin ausgleichend um 20% mehr wert und um 20% größer als der Judenburger Gulden im Wert von 10 €. Geld ist der dominante symbolische Wert in marktwirtschaftlichen Systemen, geschlechtliche Ungleichwertigkeit ist darin eingeschrieben. 100 Jahre Frauenrecht haben nicht gereicht bestehende Ungleichheiten abzuschaffen: Frauen verdienen laut Einkommensbericht des Rechnungshofes bei gleicher Leistung nach wie vor ca 20% weniger als Männer. Um dieses bestehende Werteverhältnis zu thematisieren, diente der Judenburger Gulden als Grundlage. Er wird auch bei Sportveranstaltungen als Ehrung für Leistungen vergeben und repräsentiert somit nicht nur einen finanziellen, sondern auch einen ideellen und gesellschaftlichen Wert. |
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Der weibliche Körper und seine Funktionen, bis tief ins vorige Jahrhundert mitunter das Mysterium in der Geschichte der Medizin, dient als Ausgangspunkt für dieses Projekt. Großformatige Photoarbeiten zeigen Portraits von Frauenkörpern in Kokons, welche von den Figuren des Rorschachtests umstrahlt sind. In Verbindung mit den berüchtigten und lange Zeit der Öffentlichkeit unzugänglichen Tintenklecksbildern entsteht die Illusion von obskuren Schmetterlingen. Das androzentristische Weltbild sieht den Mann als die Norm und die Frau als Abweichung dieser Norm an. Bei dieser spezifischen Form von Sexismus wird die Frau zwar nicht zwangsläufig als minderwertig betrachtet aber doch als das Andere, welches nicht der Norm entspricht. Weibliche Lebensweisen und Denkmuster geltetn als Devianz, und haben keinerlei Anspruch in der männlichen, als allgemein gültig geltenden Ordnung. Diese andersARTIGen Portraits der Frauenkörper wollen daran erinnern, dass dem Ausdrücken von Empfindungen Raum gegeben werden muss und vorschnelle Wertungen, mitunter aus schierer Unwissenheit getroffen, unbedingt zu vermeiden sind. Es gilt zu verhindern, dass der weibliche Körper als Objekt angesehen wird und zur Projektionsfläche reduziert wird. |
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FRAUEN BRAUCHEN RAUM war der Ausgangspunkt, sich mit der gegenwärtigen Situation der Frau im gesellschaftlich öffentlichen
Raum auseinander zu setzen.
Frauen sind nach wie vor in einfacher qualifizierten Berufssparten vertreten und so seltener in Führungsebenen zu finden. Auch ist der
weibliche Anteil im kulturellen Sektor noch zu wenig vertreten.
Das bespielbare Riesenpaket ist ein Geschenk an alle Frauen und bietet Platz für Wohlbefinden, Arbeit und Diskurs. Frau genießt bei
Kaffee&Kuchen / Sekt&Erdbeeren angenehme Gespräche oder arbeitet aktiv an neuen Lebensstrategien oder lässt sich auf wertvolle
Diskussionen ein.
Der PakeTRaum, das sogenannte Schneckenhaus des Projektes BEWEGTE STANDPUNKTE, bietet nicht nur den Frauen der
Umgebung sondern auch den Künstlerinnen einen Raum für unterschiedliche Happenings wie Lesungen, Filmabende und Vorträge.
TRITT EIN UND NIMM PLATZ ist die Message an die Bürgerinnen.
Ebenso werden im PakeTRaum Werke von Judenburgerinnen präsentiert. |
| Zusätzlich fertigten die drei Künstlerinnen FRAUENBILDER in unterschiedlichen Medien, wie illustrativ abstrakte Malerei, digitale Fotografie und analoger Photographie. |
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