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DIE GULDINNEN

Das weibliche Zahlungsmittel, das geschlechtliche Ungleichwertigkeit ausgleicht.
2011 als Regionalgeld innerhalb des bestehenden Judenburger Gutscheinsystems eingeführt.

Die Guldinnen, Video (1:55)


[Logo Stadt Judenburg]


Teil des Gesamtprojektes BEWEGTE STANDPUNKTE von Doris Jauk-Hinz (Die Guldinnen), Nicole Oberrainer (andersARTIG) und Kerstin Rajnar_ frau mag rosa pink (PakeTRaum) im Rahmen des Artist in Residence Programmes der Stadt Judenburg, 2011.


DIE GULDINNEN seit 2017 in Graz

In Graz nehmen bisher 27 Geschäfte die Guldinnen als Zahlungsmittel an.

[Die Guldinnen seit 2017 in Graz, Foto: Doris Jauk-Hinz]
Internationaler Frauen*tag 2021
Präsentation im Rahmen von
Bündnis 0803* zum Internationalen Frauen*tag 2021
[Logo Frauentag 2021] [Logo Bündnis 0803]

[1000 Guldinnen_2013, Foto: Doris Jauk-Hinz]
[Die Guldinnen_2013, Foto: Doris Jauk-Hinz]


Die Einführung der weiblichen Guldinnen als Regionalgeld innerhalb des bestehenden Judenburger Gutscheinsystems unterstreicht symbolisch den Wert der Frau. Die Judenburger Europa Guldin hat einen Wert von 12 €.
Um auf die Benachteiligung der Frau auf dem Arbeitsmarkt hinzuweisen und diese Ungleichheit stets sichtbar und begreifbar zu machen, ist die Judenburger Europa Guldin ausgleichend um 20% mehr wert und um 20% größer als der Judenburger Gulden im Wert von 10 €.


1000 Guldinnen wurden für den Judenburger Handel produziert, gezählt und in die Bank eingebucht. Die seit 17. August 2011 offiziell eingeführten Guldinnen sichern anhaltende Bewusstseinsbildung für die Wertigkeit der Frauen. 100 Jahre Frauenrecht haben nicht gereicht bestehende Ungleichheiten abzuschaffen, Frauen verdienen bei gleicher Leistung nach wie vor ca 20% weniger als Männer. Um dieses bestehende Werteverhältnis zu thematisieren, diente der Judenburger Gulden als Grundlage. Er wird auch bei Sportveranstaltungen als Ehrung für Leistungen vergeben und repräsentiert somit nicht nur einen finanziellen, sondern auch einen ideellen und gesellschaftlichen Wert.

Die Guldinnen stellen sich der akzeptierten „Männlichkeit“ von Zahlungs- und Politikmitteln entgegen. Durch die alltägliche Verwendung werden DIE GULDINNEN als emanzipatorisches Medium wirksam.


[Die Guldinnen_2013, Foto: Doris Jauk-Hinz]
[Die Guldinnen_2013, Foto: Doris Jauk-Hinz]

„Es gibt zahlreiche Untersuchungen über die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen oder die berühmten >glass ceilings<, an die Frauen in ihren Karrieren stoßen, gerade im Finanzsektor. Diese Faktoren werden zwar quantitativ erfasst, zumeist von der Wirtschaftssoziologie. Aber es wird selten nach Gründen gefragt, warum sich der Finanzsektor als besonders resistent gegen Frauen erweist – und dies, obgleich Frauen seit 1900 nicht nur das aktive und passive Wahlrecht, den Zugang zu akademischer Ausbildung erhielten und in fast allen Berufen Fuß gefasst haben. Wenn ich die Frage nach den Gründen in einem Satz zusammenfassen müsste, würde ich es so formulieren: In der Logik des Geldes sollen Frauen das Geld nicht haben, sondern sein.“
Christina von Braun (Der Preis des Geldes, 2012, S. 15)









DIE GULDINNEN sind in der Raiffeisenbank Zirbenland sowie im Tourismus- und Informationsbüro am Judenburger Hauptplatz erhältlich.

[Die Guldinnen_2011, Foto: Gertrude Moser-Wagner]
Foto:
Gertrude Moser-Wagner
[Die Guldinnen_Verpackung2011, cre[ART]eam, Uwe Surtmann]
Gestaltung der Verpackung für die Guldinnen: Uwe Surtmann, Werbeagentur cre[ART]eam, Judenburg
Druck: 1adruck, Judenburg

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